Der Blog zu Fairer Mode, Green Fashion & den Schattenseiten der Textilindustrie

Blog: Faire Mode, Green Fashion & Schattenseiten der Textilindustrie


„Das System ist ausser Kontrolle“ – Heute ist „Tag der Menschenrechte“

Heute ist der Tag der Menschenrechte.

Vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschrenrechte, die für uns alle heute noch grundlegende Leitlinien in Sachen Menschenwürde bietet.

Die Erklärung ist keineswegs grauhaarig und altehrenvoll, so dass wir sie als aus der Zeit gefallen betrachten könnten.

Sie ist brandaktuell (mittlerweile auch sogar für Länder in Europa!).

Menschenrechte müssen verteidigt und erkämpft werden, dort wo sie unter Angriff stehen oder nicht existent sind.

In Sachen Mode lerne ich immer mehr, wie verkorkst dieses System zur Zeit ist und wie wichtig es ist, dass wir alle einfordern, dass sich hier etwas ändert.

Erinnert Ihr Euch an das Video aus dem Mai, dass ich Euch hier gepostet habe, wo es um „Unboxing Shoes“ ging? Schaut es heute noch einmal an. Lasst es wirken.

Ich habe mir das Buch „Slave to fashion“ der britischen Fashion Ikone Safia Minney bestellt, in dem sie die Zustände moderner Sklaverei in der Textilindustrie analysiert. Aber leider war die Lieferzeit ewig lang, weil es aus dem Ausland kommt und ich es bei meinem Lieblingsbuchhändler bestellt habe. Deshalb kann ich heute noch keine Daten daraus nennen. Safia Minney ist eine engagierte Unternehmerin, die mit ihrem Label People Tree seit dem Jahr 2000 versucht die Lebensumstände von Handwerkern und Bauern in Entwicklungsländern zu verbessern, indem sie gerecht behandelt werden. Sie macht verdammt schöne Klamotten.  Und das Beste darüberhinaus ist: Sie hat verstanden, worum es geht:

„Ich weiss, das argumentiert wird, der Kapitalismus sei ein Weg aus der Armut. Aber es gibt so viele Menschen, die in moderner Sklaverei gefangen sind und die durch den Kapitalismus in Armut gehalten werden. Das System ist ausser Kontrolle“

Zitat von Safia Minney (Quelle siehe unten)

Ich bin sicher, wenn ich das Buch lese, werde ich hier noch das ein oder andere weitere Zitat aus ihrem Buch posten.

Bis dahin

♥ Liebe Deine Kleidung

Eure Elke

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Literaturnachweise:

Zitat von Safia Minney aus: Süddeutsche Zeitung (04/2018): Plan W – Frauen verändern Wirtschaft. Interviewprotokoll von Anna Dreher: „Tragbar“, S. 8.

Hintergrund zur UN Menschenrechtscharta aus dem Online Lexikon Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte, abgerufen am 10.12.2018

 


Fast Fashion kostet Dich in Wahrheit richtig viel Geld

Denkst Du auch manchmal „Biomode? Nice, aber kann ich mir nicht leisten!“

Das Gegenteil ist der Fall! Ich habe herausgefunden, dass Fast Fashion ein unglaublich teurer Lebensstil ist. Und das meine ich dieses Mal nicht im Hinblick auf die ökologischen und sozialen Kosten, die zur Zeit in diese Mode nicht eingepreist sind, sondern ganz konkret anhand Deines Geldbeutels!

Wenn Du einen ganz normalen durchschnittlichen Kleiderkonsum hast, gibst Du im Jahr 513,77 Euro für Bekleidung aus (Quelle: UBA Texte (39/2016): S. 60). Damit es anschaulicher zu rechnen ist, sagen wir mal 520 Euro, also jede Woche zehn Euro für Bekleidung.

Wir gehen jetzt mal davon aus, dass Du noch keine nachhaltige Garderobe hast und Du Dich nach dem derzeit vorherrschenden Mode-Prinzip der Fast Fashion einkleidest, weil man sie ja überall hinterhergeworfen bekommt. Statistisch gesehen gehst Du 14 mal pro Jahr für Dich selbst Kleidung einkaufen (Quelle: Splendid Research 2016). Dann kaufst Du durchschnittlich 60 neue Kleidungsstücke im Jahr, wovon Du allerdings 40 Prozent der Kleidung selten oder nie tragen wirst (Quelle: Brodde/Zahn (2018): S. 10).

Fast Fashion bedeutet: 40% Deines Kleiderbudgets könntest Du auch gleich in die Mülltonne schmeissen!

40 Prozent von Deinem wöchentlichen Budget von zehn Euro sind vier Euro pro Woche. Wenn wir es auf den Monat hin rechen, sind es schon 16 Euro und auf das Jahr gesehen immerhin 208 Euro von den 520 Euro Jahresbudget.

208 Euro! So viel Geld.

Viele dieser Produkte wirst Du nie, andere an ca. zwei bis höchstens vier von 365 Tagen nutzen. Prozentual gesehen sind das 0,55 – 1,1 Prozent des Jahres. Du gibst also jährlich 208 Euro aus, für Produkte, die Dir nicht wirklich viel nutzen, die Deinen Kleiderschrank vollstopfen, für die Du in die Stadt fährst, viel von Deiner kostbaren Freizeit benötigst oder einen Paketboten beauftragen musst, die unsere Umwelt belasten und für die Menschen am anderen Ende der Welt oft schlecht bezahlt sind.

208 Euro! So viel Geld! So viel Geld für ein Produkt, dass fast keinen Beitrag zu Deinem Bedarf an Kleidung leistet!

Auch krass: Weil jede und jeder von uns so viel Geld für eine so geringe Bedarfsdeckung ausgibt und deshalb immer wieder etwas kaufen muß, weil keine Bedürfnisbefriedigung eintritt, werden die Menschen, die hinter dem System stehen, biblisch reich.

Fast Fashion ist ein White Elephant

Mir fehlen die Worte. Und das meine ich gar nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz wörtlich: Es gibt im Deutschen leider keinen Begriff für etwas das so nutzlos ist wie diese Kleider, die nur Deinen Schrank vollstopfen und Dich ein heiden Geld kosten.

Im Englischen würde man diese Kleider, die so wenig Nutzen bringen vielleicht „White Elephant“ nennen: Etwas, dass man zu einem erschwinglichen Preis bekommt, aber große Folgekosten produziert. In Deinem Fall: Die Klamotte macht Deinen Schrank voll, Du findest oft nix mehr, sie nervt wenn Du sie entsorgen musst und sie bindet Dein Kapital für andere nötige Anschaffungen.

Über die Folgekosten für Klima, Böden, Wasser und Produzierende rede ich heute ja wie gesagt nicht. Denke doch mal darüber nach, dass Dein Budget sinnvoller angelegt ist, wenn Du Dir etwas dauerhaftes, nachhaltiges und schönes zum Anziehen kaufst, dass Du immer und immer und immer wieder anziehen möchtest! Vielleicht nicht so viele Teile, aber dafür in besserer Qualität!

Ich persönlich fände es übrigens auch viel zu traurig, wenn ich so viel Geld in Kleider stecken würde, die ich nie sehe / trage / nutze, weil ich sie nicht brauche. Schliesslich haben Shirts eine Seele und wie Ihr ja wisst, ich….

Liebe meine Kleidung ♥

So long, habt einen guten Advent!

Eure Elke

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Literaturnachweise:

Brodde, Kirsten; Zahn Alf-Tobias (2018): Einfach anziehend. Oekom Verlag.

Splendid Research (2016): Slow Fashion Monitor 2016, im Internet unte: https://www.splendid-research.com/de/slowfashion.html, abgerufen am 07.12.2018.

UBA Texte (39/2016): Kleinhückelkotten et. al.: Repräsentative Erhebung von Pro Kopf Verbräuchen natürlicher Ressourcen in Deutschland (nach Bevölkerungsgruppen), S. 60.


Fachtagung zu Fair Trade in Köln: „Mehr als nur ein fairer Preis“

Der faire Handel wächst! Das ist gut so! Richtig und wichtig ist es auch, dass wir genau analysieren, welche Auswirkungen fairer Handel hat, wie sich Poduktionsbedingungen ändern, welche Konsummuster fairen Handel begünstigen, wer von welchen Handelsstrukturen unter welchen Bedingungen am meisten profitiert.

Wenn man Antworten auf diese und tausend weitere Fragen findet, hat man die Möglichkeit sie in der Praxis zu nutzen. Nur so können Entwicklungen stetig verbessert werden und man findet immer mehr heraus über die Gestaltung einer gerechten Wirtschaftsform.

Um über den Stand der Forschung zu diskutieren, treffen sich vom 23.-25. September 2018 an der Universtität zu Köln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Hierbei werden sicherlich neue Netzwerke entstehen und Wege gefunden, die helfen können, dass es zukünftig mehr Forschung zum Thema Fairer Handel geben kann.

Es gibt rasant spannende Themenpanels, zum Beispiel zu „Fairer Handel im Textilsektor“ oder „Nachhaltiger und Fairer Konsum“.

Infos zu Teilnahme findet ihr untenstehend.

Ich habe mich schon angemeldet und freue mich auf Diskussionen und neue Infos! Und klar: das richtige Outfit für die Konferenz gibt bei www.fairkleidet.com !

LG Eure Elke

Fachtagung „Mehr als nur ein fairer Preis“

Podiumsdiskussion 23.09.2018

Programm 

Sonntag, 23.09.2018

17:00 Uhr: Eröffnung der Veranstaltung

Grußworte Bürgermeisterin der Stadt Köln Effi Scho-Antwerpes, Prorektorin der Universität zu Köln Manuela Günter, Dieter Overath TransFair e.V.

17:15 Uhr: Podiumsdiskussion „Faire öffentliche Beschaffung. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“

Es diskutieren:

  • Dr. Lale Akgün (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)
  • Rosa Grabe (FEMNET e.V.)
  • Johanna Pulheim (Stadt Köln)
  • Marie-Luise Lämmle (Engagement Global)
  • Dr. Peter Pawlicki (Electronics Watch)
  • Dr. Werner Görg (IHK Köln)

Moderation: Dr. Sarah Brasack (Kölner Stadt-Anzeiger)

 Fachtagung 24.-25.09.2018

Programm

Montag, 24.09.2018

09:00 – 09:15 Uhr Eröffnung der Fachtagung

Grußworte Michael Bollig (Universität zu Köln), Martin Schüller (TransFair e.V./Fairtrade Deutschland)

9:15-11:15 Uhr
Panel 1: Von ländlicher Entwicklung bis Goldabbau – Fallbeispiele aus der Praxis

Moderation: Arisbe Mendoza, Fairtrade International

  • Tajana Mauthofer & Elisabeth Schneider (Ceval, Center for Evaluation): „5 Jahre später – Der Beitrag von Fairtrade auf die ländliche Entwicklung. Ergebnisse aus 6 Fallstudien“
  •  Anna Lefik (Redakteurin http://www.fairer-handel-aktuell.de / Universität Frankfurt): „Was fairen Handel in Sri Lanka kulturell, ökologisch und ökonomisch nachhaltig macht“
  • Regine Beyß (Redakteurin Contraste / Universität Kassel): „Handel auf Augenhöhe. Zapatistischer Kaffee als Beispiel für internationalen Handel im Rahmen des Post-Development-Ansatzes“
  • Jonathan Happ (Leuphana Universität Lüneburg): „Der steinige Weg zum fairen Gold – Herausforderungen der Zertifizierung von Kleinbergbau in Ostafrika“
  • Birgit Hoinle (Universität Hamburg): „Fairer Handel zwischen Stadt und Land – Das Beispiel der Agrosolidaria in Kolumbien“

11:15 -11:30 Uhr Kaffeepause

11:30 –13:30 Uhr
Panel 2: Wertediskurs im Fairen Handel

Moderation: Boris Braun, Universität Köln

  • Stefan Dietrich (fair-ortung.org): „Mehr fair, weniger nachhaltig? Eine ethnographische Wirkungs-Geschichte des Fairen Handels am Beispiel der Bananenproduktion Ecuadors“
  • Lars Winterberg (Universität Regensburg): „Kulturphänomen Fairer Handel: Akteure, Praktiken, Formationen“
  • Carlos Sosa (Universität Innsbruck): “Fair Gold? Political ecology of the ethical gold certification in the Peruvian Atacama Desert”
  • Andri Brugger & Miriam Wenner (Universität Zürich): „Wie Ideen reisen. Eine Analyse der diskursiven Dimension von Fairtrade entlang der Wertschöpfungskette von Tee in Darjeeling/Indien“
  • Jutta Kister (Universität Innsbruck): „Von Wachstum und Werten. Globale Wertschöpfungsketten im Fairen Handel“

13:30 – 15:00 Uhr Mittagessen

15:00 – 17:00 Uhr
Panel 3: Nachhaltiger und Fairer Konsum

Moderation: Claudia Brück, TransFair e.V.

  • Sebastian Koos (Universität Konstanz): “The Fair Trade Movement and the Rise of Ethical Consumerism in Affluent Democracies”
  • Elena Kossmann (Fairtrade International / Universidad Autónoma de Madrid): „Entscheidungsprozesse für den Kauf von nachhaltigen Produkten mit Schwerpunkt auf Fairtrade-Kaffee“
  • Guli-Sanam Karimova (Universität Kiel): „Ethik des Konsums vs. ethischer Konsum: Die normativen Bewertungskriterien der globalen Wertschöpfungsketten aus der Sicht der Konsumenten“
  • Nina Langen (TU Berlin): „Fair Trade Kaffee: (k)eine Frage des Preises?!“
  • Isabel Günther & Marcella Veronesi (ETH Zürich): “Fairtrade chocolate consumption in Switzerland: Warm glow, moral licensing, donation substitute, or unconscious consumption?”

17:00 Uhr Diskussion

19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen (nur auf Einladung)
Dienstag, 25.09.2018

9:00 – 10:40 Uhr
Panel 4: Fairer Handel im Textilsektor

Moderation: Sandra Kurfürst, Universität Köln

  • Sabrina Vassallo (Meo Carbon Solutions / TH Köln): „Unterschiedliche Dimensionen von Nachhaltigkeit in der Mode“
  • Christiane Meyer & Christine Höbermann (Leibniz Universität Hannover): „Fair Fashion und Slow Fashion – Nachhaltigkeitsbewusstsein im Kontext der textilen Kette “
  • Ina Köhler & Elisabeth Hackspiel-Mikosch (AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf): “Buy Good Stuff – Fair Fashion Shopping Guide Düsseldorf”
  • Sabin Bieri (Universität Bern): “Leave no one behind: Organic Cotton in Burkina Faso“


10:50 – 11:20 Uhr
Vorstellung der neu veröffentlichten Charta des Fairen Handels

Manuel Blendin (Forum Fairer Handel), Claudia Brück (TransFair e.V.)


11:20 – 13:20 Uhr
Panel 5: Fairer Handel kontrovers

Moderation: Manuel Blendin, Forum Fairer Handel

  • Friedel Hütz-Adams (Südwind Institut): „Chancen & Grenzen der Zertifizierung“
  • Stephan Silvestrini (Ceval, Center for Evaluation): „Verändert der Faire Handel die Gesellschaft?“
  • Tijo Salverda (Universität Köln): “Capitalism and its Limits: Fairer Trade in the Age of Environmental Concerns”
  • Andreas Gemählich (Universität Bonn): „Alle Macht den Supermärkten? Fairtrade als Kontroll- und Machtinstrument in der globalen Blumenindustrie“
  • Alexander Herzner (Ostbayrische Technische Hochschule Amberg-Weiden): Diskrepanz zwischen Produzenten & Konsumentenverantwortung – ist Fairtrade die Lösung?

13:20 Uhr Ende der Veranstaltung

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Anmeldung und weitere Infos sind auf der Konferenzwebsite zu finden:

http://gssc.uni-koeln.de/fairtrade.html

#fairhandeln #fairkleidet #fairewoche


Fairkleidet im Interview über wunderschöne Mode, Umweltzerstörung und echte Nachhaltigkeit

Das Coworking Forum Food & Nachhaltigkeit in Köln-Ehrenfeld hat mich diese Woche interviewt! Das war ganz schön spannend!

Wieso ist mir nachhaltiger Konsum so wichtig? Und warum liebe ich Coworking? Das und mehr erfahrt Ihr da unten im Text! Danke fürs Fragen, an das CoWorking Team! Es macht einfach Spaß bei Euch!

Das Interview ist erschienen am 27.8.2018 auf der Facebook Seite vom Forum Food & Nachhaltigkeit.

Tell us your Story

Wir als Coworking Space für Food und Nachhaltigkeit bringen die unterschiedlichsten Leute zusammen mit einer Zielrichtung.

Name: Elke Jumpertz / Fairkleidet
Motto: Liebe deine Kleidung
Show us a picture (Zeig dich uns mit einem Bild von dir / deinem Logo)

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Your business (Was machst du denn genau?)Ich möchte Menschen überzeugen ihren Konsum nachhaltiger zu gestalten. Es gibt unheimlich viele wunderschöne ökologisch und sozial gerecht erzeugte Dinge, die unseren Alltag bereichern können. Es ist oft ganz einfach etwas auszuwählen, dass keinen schweren ökologischen Rucksack trägt, wenn man sich an bestimmte Werte erinnert, die für uns alle im menschlichen Miteinander fest verankert sind. Wir müssten sie eben nur noch auf die Welt der Dinge übertragen. Im Shop von Fairkleidet gibt es deshalb ein Sortiment an ökofairer Mode, nachhaltigem Spielzeug und ökologischen Heimtextilien.
Ein freundlicher und friedlicher Umgang mit uns selbst und mit der Natur macht uns aufmerksamer für echte Nachhaltigkeit. Kein Mensch hat Lust mit seinem Konsum Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeiten zu unterstützen. Ich möchte mit Fairkleidet Alternativen zeigen und ein Angebot schaffen, dass Menschen in ihren Bedürfnissen ernst nimmt, aber auch daran erinnert, dass es notwendig ist, einen achtsamen Konsum zu leben. Wir haben nur eine Erde und stehen vor globalen Herausforderungen mit dem Klimawandel und der ökologischen Zerstörung aus einer Übernutzung der Natur. Wir leben immer noch in einem der reichsten Länder dieser Erde und müssen innovativ sein. Wir haben die Möglichkeiten und die Fähigkeiten dazu.
Diese Dinge gehen natürlich weit über die Konsumentscheidungen des einzelnen hinaus. Die Menschen haben in ihrem Alltag genug um die Ohren, mit dem sie sich herumschlagen müssen, deshalb möchte ich mit Fairkleidet leicht zugängliche Möglichkeiten für den eigenen nachhaltigen Konsum schaffen. Aber auch eine politische Wirkung entfalten und engagiere mich im Netzwerk Nachhaltiger Konsum, dass die Bundesregierung ins Leben gerufen hat. Dort wird diskutiert und mit vielen anderen Unternehmen, WissenschaflerInnen, Politik und Verbänden nach sinnvollen Strategien gesucht, wie wir unsere Welt so gestalten können, dass sie auch in Zukunft noch lebenswerte Umweltbedingungen hat.

Your Motivaton (Was treibt dich an und wofür stehst du?)

-Ein nachhaltiger Lebensstil bietet so viele Vorteile für einen selbst, die Umwelt und die Menschen, die in der Erzeugung arbeiten. Ich möchte, dass die VerbraucherInnen dies erkennen und mehr danach handeln.
-In einer Welt in der die totale Billig Kleidung und Mentalität den Markt beherrscht, ist es wichtig den Anteil an ökologisch hergestellter Kleidung auszubauen. Dazu soll Fairkleidet einen Beitrag leisten.

Your Future (Was sind deine Zukunftspläne und Projekte?)

Ganz konkret werde ich am 27.September auf der Fair Trade Night hier in Köln dabei sein und freue mich sehr auf die vielen Gespräche und Besucher, die Lust haben an meinem Stand richtig coole ökofaire Mode anzuprobieren.
Und langfristig: Fairkleidet darf nun erstmal ganz in Ruhe wachsen und sich weiterentwickeln.
Fairkleidet arbeitet nicht nur nach nachhaltigen, ökologischen Grundprinzipien. Ich orientiere mich auch an den Kriterien der „Gemeinwohlökonomie“ nach Christian Felber. Außerdem möchte ich ein anthroposophisches Unternehmen schaffen, dass sich am „Wirtschaftlichen Impuls der Anthroposophie“ orientiert. Ich habe in beiden Denkrichtungen zuverlässige Impulse für den Aufbau meiner Unternehmensidee gefunden – und dies möchte ich weiterentwickeln.

Fotos deiner Projekte?

Wie kamst du auf das Coworking Space Forum Food und Nachhaltigkeit und warum gerade wir?

Nun ja, bisher habe ich allein zu Haus gearbeitet und dort stößt man immer wieder an Grenzen, auch wenn es zu Beginn sehr praktisch war. Jetzt ist aber der Zeitpunkt gekommen, an dem ich froh darüber bin eine richtig, coole Büroatmosphäre zu haben, in der ich sehr konzentriert und effizient arbeiten kann.
Ich genieße den Austausch mit Menschen, die mit ihrer Arbeit dieselben Ziele verfolgen wie ich und man profitiert gegenseitig voneinander.

Wie und wo bist du erreichbar?

Besucht mich gerne auf meiner Website, auf Instagram oder Facebook, oder folgt mir auf Twitter
https://www.fairkleidet.com/
https://www.instagram.com/fairkleidet/
https://www.facebook.com/fairkleidet.de/
https://twitter.com/fairkleidet

Und kommt doch alle am 27.9. 2018 zur Fair Trade Night nach Köln ins Rautenstrauch-Joest-Museum, dass wird super!


Nachhaltigkeit & Mode: Unsere Werte

Heute stelle ich Euch die Prinzipien und Ziele vor, nach denen wir bei Fairkleidet arbeiten und leben. Das ist sozusagen das Sprungbrett von dem aus wir ins Wasser springen!

Fairkleidet basiert auf den Werten:

  • Solidarität
  • Soziale & ökologische Verantwortung
  • Nachhaltigkeit & Bewusstsein
  • Ethik in der Wirtschaft
  • Rhythmus als Prinzip

Aus allen diesen Punkten ergeben sich handfeste Maximen, nach denen wir arbeiten. Was das konkret heisst, erfahrt Ihr heute schon auf www.fairkleidet.com oder demnächst hier im Blog!

Herzliche Grüße!

Eure Elke

 


Neueröffnung: Fairkleidet – Dein Green Fashion Online Shop ist da

Endlich ist es soweit! Der Online-Shop von Fairkleidet ist eröffnet!! Hierzu möchte ich Dich ganz herzlich einladen einmal reinzuklicken und Dir all die schönen Dinge anzusehen, die es dort schon gibt! It’s lovely!

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Das Angebot im Shop von Fairkleidet – Dein Green Fashion Online Shop ist zu 100% bio, fair und nachhaltig!

 

 

 

 

 

Es ist mir eine Herzensangelenheit Menschen dazu zu motivieren, ihren Konsum zu überdenken und sie dabei zu unterstützen, nachhaltiger in ihrem Lebensstil zu werden. Es ist gar nicht so schwer manche Dinge im Einkauf auf Nachhaltigkeit umzustellen. Und es gibt wirklich wunderbare Produkte. Im Fairkleidet.com Newsletter, den Du hier abonnieren kannst, findest Du spannende Infos über ökofaire Produkte und günstige Angebote. Über mein Interesse an den Fragen der Produktionsbedingungen von herkömmlichen Textilien bin ich ja zur ökofairen Mode gekommen und ich war und bin immer noch total fasziniert von all den schönen Dingen und der Ästhetik der Bio-Spielzeuge, fairen Kleider und ökologischen Heimtextilien! Das Sortiment wächst stetig.

Ich hoffe, ich kann Euch zu diesem Thema weiterhin mit spannenden Hintergründen und Infos aus der Welt der ökofairen Textilien versorgen. Zugleich werde ich hier auf dem Blog wie gewohnt Position beziehen, rund um Fragen, die mit unserem alltäglichen Konsum zusammenhängen.

Sicherlich habt ihr schon bemerkt, dass der Blog nun nicht mehr wie gewohnt unter Fairkleidet.com läuft, sondern man erst noch einen Klick weiter gehen muss, indem man  in die Kategorie „Blog“ klickt!

Zuguterletzt: Neben dem Blog, der das traditonelle Herzstück von Fairkleidet ist, poste ich Neuigkeiten aus der Welt der ökofairen Mode und Inhalte auf Instagram, Facebook und Twitter. Nicht immer werden alle Kanäle mit den gleichen Infos bestückt. Es lohnt sich also auf allen Plattformen, die Du nutzt, Fairkleidet zu abonnieren!

Herzliche Grüße sendet

Eure Elke

 


Reclaim the Game! Fussballprofis unterstützen Petition für mehr Gerechtigkeit im Fussball. Mach Du auch mit!!!!

Fussballprofis David Odonkor, Tobias Rau, Linda Bresonik, Schauspielerin Lilli Hollunder und die Aktivistin Lara Schröder fordern Dich auf: Unterzeichne die Petition: Play Fair, Pay Fair – Für mehr Gerechtigkeit im Fussball!

Wenn ich an das Thema Gerechtigkeit  und Fussball denke, fällt mir einiges ein, dass sind dann aber eher solche Sachen hier:

„Woaah, was hat der Schiri denn da gemacht????? Das war niemals ein Foul!!! Oahhh nee, nicht die rote, neeeinnnn! Oaah, das war voll ungerecht! He, Schiri: Ich weiß ja wo Dein Auto steht!“ Oder: „Jetzt bist Du dran mit Bierholen, ich war schon, sonst ist es echt unfair, dass immer ich gehen muss.“ Oder “ Mensch, Dein Fan Outfit sieht viel cooler aus als meins!“ Aber das Leben ist eben in echt doch etwas komplexer:

Richtiges Anliegen für Dich? Dann schnell hier unterschreiben und alle Deine Freundinnen und Freunde informieren!

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Leider muss man sich heutzutage als Fan, eben nicht nur darum sorgen und kümmern, dass die Limo kalt ist, dass die Stulpensocken gut zur Shorts passen und dass das W-Lan bis in den Garten reicht, damit man auf dem Beamer gucken kann.

Nee, alles muss man selber machen. Sogar dafür sorgen, dass SIE. UNS. ENDLICH. HÖREN!!!

Liebe Vorstandsvorsitzende aller internationalen Sportartikelhersteller (Liebe LeserInnen, Ihr wisst, welche Firmen ich meine: die Großen, die ihr alle kennt!!!)

Sorgt bitte für existenzsichernde Löhne bei Euren Zuliefererbetrieben, in denen all die coolen Dinge hergestellt werden, die wir Fans hier kaufen sollen. Es geht gar nicht, dass wir fast 100 Euro für ein Fantrikot berappen müssen und dann lesen, dass Ihr es nicht schafft von diesem Geld sicher zustellen, dass in Eurer Produktionskette Arbeitsbedingungen herrschen, die Menschenrechte achten!

„Hinter dem Trikot, mit dem Thomas Müller oder Christiano Ronaldo ihre Mannschaften zum entscheidenden Tor schießen, steht die Geschichte einer Näherin, die trotz Vollzeitstelle und exzessiven Überstunden nicht weiß, wie sie sich und ihre Familie ausreichend ernähren kann.“ – Zitat aus der Petition „#Play Fair – Pay Fair“

Etwa 30 Cent vermuten Branchenexperten, bekommt eine Näherin in Asien für Ihre Arbeit bei der Herstellung (Quelle: Morgenpost).

Wir Fans haben keine Lust mehr auf Ungerechtigkeiten und um es mit Ansgar Brinkmann zu sagen: „Irgendwann holt sich die Straße den Fussball zurück!“

 

Fußball auf Rasen als Panorama Hintergrund

Zu guter letzt, gilt mein Dank den aufgeweckten Promis für ihr Engagement in Sachen Gerechtigkeit: der wunderschönen Lilli Hollunder, die als Frau eines Fussballspielers sicherlich viel Einblick in die Welt des Fussballs hat und auf ihrem Blog little hero richtig gute Texte schreibt, den engagierten Profis David Odonkor, Tobias Rau und vor allem der zweimaligen Fussballwelt- und Europameisterin Linda Bresonik! Und last but not least: der fussballbegeisterten Aktivistin Lara Schröder von der Cum Ratione gGmbh, die sich mit ihrer Arbeit  um die Spitze Nadel für uns alle in Sachen Mode Revolution einsetzt!

Also, liebe Leute, schnell Petition unterschreiben und das nächste Spiel angucken!
Eure Elke

Quellen:

Petition „Play Fair – Pay Fair!“, gestartet von der Cum Ratione gGmbH, online unter https://weact.campact.de/petitions/play-fair-pay-fair, abgerufen am 22.06.2018:

Stehle, Annja: Wer wie viel am Trikot der Nationalmannschaft verdient, Artikel in der  Morgenpost vom 17.6.2018, online unter https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article214608717/Wer-verdient-wie-viel-am-Trikot-der-Nationalmannschaft.html, abgerufen am 22.06.2018.

Weitere Informationen:

Auf der Website der Kampagne für Saubere Kleidung: https://saubere-kleidung.de/lohn-zum-leben/

Projekt „Our Game“ zu Sport und Menschenrechten, des Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (VIDC): https://www.ourgame.at/materialien/info-materialien/