Der Blog zu Fairer Mode, Green Fashion & den Schattenseiten der Textilindustrie

Blog: Faire Mode, Green Fashion & Schattenseiten der Textilindustrie


Ein Geheimnis, das keines mehr ist!

Hallo Ihr Lieben,

auf Instagram verrate ich Euch heute ein Geheimnis, das nun keines mehr ist!!!

Ich habe mich ja schon lange damit herumgetragen und nun soll es endlich passieren:
FAIRKLEIDET DARF WACHSEN!!!

Ich hoffe, Ihr bleibt mir treu!

Für mich ist nachhaltiger Konsum nicht die Lösung allen Übels, das wissen ja die meisten von Euch aus meinen Texten. Aus meiner Sicht müssen wir die Spielregeln ändern und dies kann nicht allein auf den Schultern von Verbraucherinnen und Verbrauchern lasten. Aber wir alle brauchen nunmal leider Dinge zum Leben (wenn auch nicht so viele, wie uns immer alle einzureden versuchen!)

Ich wünsche mir, dass ich hier weiterhin klare Worte finden kann, meine persönliche Meinung bloggen darf und ich Euch über die Dinge, die Fairkleidet und ich erleben, auf dem Laufenden halten kann. Und, dass ich weiterhin politisch arbeiten kann (wenn auch ohne Finanzierung…)!

Mitte Dezember fahre ich z.B. wieder nach Berlin zum 2. Netzwerktreffen Nachhaltiger Konsum, wo Fairkleidet schon seit März 2017 engagiert ist. Ich möchte dort unser aller Interessen einbringen, wenn die zuständigen Institutionen des Bundes und LobbyistInnen von allen Seiten Strategien für die Föderung Nachhaltigen Konsums diskutiert. Wer mehr wissen will findet hier Infos!

What a day! Geniesst ihn, lasst es nicht auf Euch regnen (und wenn dann ignoriert es!)

LG und Love your clothes!

Eure Elke


Wie aus Brennesseln Textilien werden, wie Glyphosat wirkt und FAIRKLEIDET ist nun bei Instagram!

Eines Tages werde ich soviel Zeit haben, dass ich jeden Tag berichten kann: über Mode, spannende neue bzw. vergessene textile Rohstoffe, über die FAIR Trade Night 2017 in Köln, wo ich einen Stand mit ökofairen Dingen hatte. Über Unkrautvernichtungsmittel und Konzernzusammenschlüsse, über die Freude an Social Media und die Notwendigkeit und Zweischneidigkeit nachhaltigen Konsums.

Aber bis es soweit ist, schicke ich Euch die Kurzversion von all den Gedanken über die Twitter links. Also:

Klicken, lesen, selbst ein Urteil bilden!

Der Beitrag über die Brennesseln ist faszinierend! Ich will auch in den Wald und Regen statt Autos hören! Kommt einer mit?

Ich zieh schon mal die Schuhe an zum rausgehen und sag Euch:

Love your Clothes! Eure Elke

Lauf, Baby, lauf – aber zieh die schadstoffbelasteten Sneaker aus!

Manch einer fällt um, wenn er oder sie den Preis unter den teuren Sneakern im Laden sieht.

Andere kippen aus den Latschen, weil sie die Dinger in asiatischen Fabriken produzieren müssen.

Und wieder andere campieren tagelang vor Geschäften in den Metropolen dieser Welt, um unter den ersten zu sein, die limitierte Auflagen von Sportschuhen ergattern.

Die sitzen also tagelang in der Kälte, um Schuhe zu kaufen, die fies belastet sind, geben dafür ein heiden Geld aus und kommen sich auch noch cool vor. Kinder, setzt Euch doch lieber vor die Filialen der Händler und fordert gesunde Schuhe!

Es ist zum umfallen, zum schreien, kopfschütteln!

Der SWR hat aktuell zum Thema Schadstoffe in Sneakern in der Sendung Marktcheck Schuhe getestet und einen sehenswerten Bericht erstellt, den man nicht so schnell vergisst. Zumindest die Stelle nicht, wo die ArbeiterInnen in die Klinik eingeliefert werden.

Hier ein Zitat aus dem Beitrag:

„Alle untersuchten Schuhe enthalten Rückstände von Weichmachern und manche eine Reihe von verschiedenen Chemikalien. Unter anderem das Lösungsmittel Dimethylformamid, kurz DMF. Experten vermuten, dass DMF die Fruchtbarkeit oder sogar ungeborene Kinder im Mutterleib schädigen können. Zwar gibt es keine gesetzlichen Grenzwerte für DMF, wohl aber eine eindeutige Empfehlung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz. So sollen beispielsweise Arbeitshandschuhe nicht mehr als 10 mg DMF pro Kilogramm enthalten. Ein Wert, den einige der Schuhe in unserer Stichprobe deutlich überschreiten – beim traurigen Spitzenreiter um das 24-fache.“

Quelle: http://www.swr.de/marktcheck/schadstoffe-in-sneakern-gift-fuer-die-fuesse/-/id=100834/did=18329830/nid=100834/e8vc2k/

Ansehen?

Bitteschön:

Ökofaire Alternativen gesucht? Klick Dich durch bei Utopia.de und sag doch Deinen Freunden Sie sollen bitte auch meinen Blog lesen….

Love your clothes & respect your nature!
Eure Elke


2 Kommentare

Wow: Eco Fashion Week in Vancouver! und Pfui: Doku-Film „RiverBlue“ über den wahren Preis der Mode

Auf, auf zur Eco Fashion Week in Vancouver, dem nach eigenen Angaben weltweit größten Event über Sustainable Fashion. Ansehnlich sind die gezeigten Labels und Designs auf jeden Fall! Wer also auf der Suche nach inspirierenden Ansichten zum Thema Grüne Mode ist, ist hier genau richtig. Man muss ja nicht gleich hinfligen, sondern kann auch mal vorbei surfen… Green Fashion bedeutet ja, dass wir uns alle auf die Suche nach mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen und Menschen in der Mode-Industrie machen.

Einen wichtigen Beitrag hierzu könnte der brandneue Dokumentar-Film RiverBlue leisten. Er zeigt wie barbarisch wir derzeit mit unseren Ressourcen und den Menschen umgehen, die Kleider nähen, Leder gerben und an Flüssen in Regionen leben, in denen Textilien hergestellt werden.

Ich werde mal hören, wann er nach Europa kommen soll.

So long, love your clothes and respect your nature!
Eure Elke


Blue Jeans? Green Jeans! Fair Jeans! Weil ohne geht’s nicht, oder?

Hallo Ihr Lieben, ich hoffe, Ihr habt alle ein aufregendes Wochenende vor Euch.

Falls ihr etwas Zeit habt, könnt ihr ja was lesen, zum Beispiel über die gepflegte Öko-Jeans, was sie auszeichnet und was sie unterscheidet von den vielen konventionellen Jeansrohstoffen, die mit massivem Pesitzid- und Chemieeinsatz produziert werden. Und um den richtigen Look einer used jeans herzustellen werden Umwelt und Arbeiter nämlich so richtig in die Mangel genommen.

Aber, lest selbst hier gehts zum Artikel von Rebecca Schirge
„Eco- Fashion: Wenn Blue Jeans zur Green Jeans werden“, aus der Wirtschaftswoche!

Viel Spaß beim Lesen!


11.000 Liter Wasser für die Produktion einer Jeans!

Erinnert Ihr Euch an die Jeans Werbung, in der ein junger, ziemlich glatt rasierter Mann in eine randvolle Badewanne gestiegen ist mit nichts anderem am Leib als seiner Jeans?! Dazu trällert Sam Cooke „Don’t know much biology…“

Junge, dann seid ihr ähnlich alt wie ich oder habt einen Faible für alte Werbeclips – für die Frischen unter Euch, schaut mal hier, den Clip mein ich…

Wie ich darauf komme?

Nun ja, ich habe ausgerechnet, wieviel Vollbäder der Kleine nehmen könnte in dem Wasser, dass für die Produktion EINER einzigen Jeans  verbraucht wird.

78! Wenn jemand einmal die Woche ein Vollbad nimmt, kann man das fast anderthalb Jahre lang mit dem Wasser tun…

Unglaublich, oder? EINE EINZIGE JEANS braucht in der Herstellung 11.000 Liter Wasser!!!!

Da kann man lange, lange baden. Das Wasser ist dann ja auch Gott-sei-Dank weniger belastet, als in der Jeansproduktion.  Die Biojeans ist zwar gesünder, braucht leider aber auch viel Wasser, doch immerhin mit 6000 Litern schon deutlich weniger.

Mehr demnächst, ich war nämlich auf der INNATEX 34 und habe viel erlebt und viel zu berichten!

„What a wonderful world this could be!“


Schadstoffe in Textilien

Hallo, Hallo Ihr Lieben!

Wenn ich – wie nun im Herbst –  einen Pflaumenkuchen selbst backe, dann weiß ich was drin steckt!

Viel zu selten reicht meine Zeit zum backen, aber: Mein Bäcker hat eine tolle Liste, in der drin steht, was drin steckt! Und: Ich kann mich darauf verlassen, dass es Menschen gibt, die kontrollieren, dass er keine fiesen Sachen reinmacht, die eventuell schlecht für meine Gesundheit sind.

Und wie siehts bei meinen Shirts aus? Oder bei denen für kleine und große Menschen, die mir wichtig sind?

Is nicht so lecker, was da manchmal drin steckt.

Hier deshalb nun eine Beitrag über „Zutaten“ von Klamotten, den ich schon vor langer Zeit geschrieben habe und Euch nicht vorenthalten will. Auch wenn er ein bisschen heißer formuliert sein dürfte… aber Kinder, Kinder, wenn ich immer soooooo viel Zeit hätte…..

Und ich weiß, das macht keinen Spaß zu lesen. Wenn Du was anschauen willst, was Hoffnung macht, dann schau mal hier http://foodsharing.de/

Informationen zur Schadstoffbelastung von Textilien

Einsatz von Pestiziden: Die Schadstoffe, die sich in Textilien wiederfinden reichen von Flammschutzmitteln über Biozide und Formaldehyde bis hin zu Schwermetallen und Pestizidrückständen. Die Baumwollproduktion zählt zu den pestizidintensivsten Produktionsweisen weltweit. Mehr als 25% der eingesetzten Insektizide und 12% der Herbizide werden, nach Angaben der Organic Consumers Association im Baumwollanbau verwendet (http://www.organicconsumers.org/). Einige der verwendeten Chemikalien sind extrem giftig, ein Tropfen des Nervenmittels Aldicarb kann tödlich wirken. Es ist das zweithäufigste verwendete Pestizid im Baumwollanbau, stellt die Umweltstiftung Environmental Justice Foundation fest.[1] Die Menge Baumwolle, die in einem T-Shirt steckt verschlingt allein 150 Gramm Gift. Jährlich sterben 20.000 Menschen, die im Baumwollanbau tätig sind.[2] In den Produktionsländern kommt es durch den Einsatz zur Verschmutzung von Böden und Trinkwasser: Missbildungen und eine hohe Kindersterblichkeit sind die Folgen für die Menschen.[3]

Eine besonders große Gefahr für den Träger der Kleidung geht von umwelt- und gesundheitsschädlichen Farbstoffen und chemischen Weichmachern aus. Dabei ist gerade Babyhaut, die dünn und noch sehr empfindliche ist, Giftstoffen weitgehend schutzlos ausgeliefert, da die entsprechenden Abwehrstoffe noch nicht gebildet wurden. Allergische Reaktionen sind die häufigste, nicht aber bedenklichste Folge solcher Schadstoffe in Kleidung. Manche sind krebserregend, stören das Hormon- oder Immunsystem. Im Folgenden werden einige problematische Stoffe näher vorgestellt: Chemische Weichmacher sind Chemikalien, die Kunststoffen wie etwa PVC zugesetzt werden. Einer der bekanntesten und gleichzeitig bedenklichsten Weichmacher ist DEHP (Diethylhexylphthalat, kurz Phthalat). Obwohl Phthalate erwiesenermaßen fruchtschädigend und fruchtbarkeitsschädigend sind, sind sie in der EU nur teilweise gesetzlich verboten. Weichmacher kommen in Kinderbekleidung etwa in Schuhsohlen, Laufsöckchen oder auch in gummierten Applikationen auf Bodies und Stramplern vor. In Regenkleidung werden diese Stoffe oft ebenfalls eingesetzt.

Einige Farbstoffe, die auch heutzutage noch im Einsatz sind, können gesundheitsbewussten Eltern die Freude an den hübschen Farben von Baby- und Kinderkleidung verleiden, wie auch die Zeitschrift Öko-Test immer wieder feststellt. Babykleidung, die getestet wurde, hatte dabei nicht nur einen Schadstoffgehalt, der als gesundheitlich problematisch anzusehen war, sondern schlicht gegen die geltende Gesetzgebung verstieß.

Besonders problematisch sind die so genannten Dispersionsfarben, die beim Kontakt Allergien auslösen können. Seit 1996 sind die besonders problematischen Azofarben in Deutschland verboten, aber durch „Grauimporte“ (illegale oder unkontrollierte Importe) sind sie immer noch auf dem Markt zu finden Azofarben sind synthetische Farbstoffe, die sehr billig brillante Farben erzeugen. Gelangen Azofarben – zum Beispiel über die Haut – in den Körper, können sie giftige oder Krebs erregende aromatische Amine, Benzidin oder 2-Naphthylamin, freisetzen. Eine einfache Möglichkeit, diese schädlichen Farbstoffe nachzuweisen, ist jedoch leider nicht verfügbar. Wenngleich jüngere Testeinkäufe von Verbraucherschutzorganisationen in der Regel keine Babykleidung (Kinderkleidung wird allerdings öfter schon mal zurückgerufen, weil sie mit Azofarben belastet ist..) offenbaren, die mit den giftigen und verbotenen Azofarben behandelt wurden, sind andere Schadstoffe sehr wohl des Öfteren anzutreffen.

  • In manchen Stramplern wurde eine zinnorganische Verbindung (Tributylzinn) nachgewiesen. Diese Substanzen können schon in kleinsten Konzentrationen das Hormon- und Immunsystem des menschlichen Körpers schädigen und werden über die Haut aufgenommen.
  • In anderen Artikeln wurden phosphororganische Verbindungen gefunden – ein Stoff, der in größeren Mengen als Flammschutzmittel eingesetzt wird, auch in deutlich geringeren Konzentrationen aber ein Nervengift darstellt.
  • Nach wie vor – wenn auch recht selten – wurden Formaldehyde in Babykleidung identifiziert. Formaldehyde weisen darauf hin, dass das Baumwollmaterial mit Kunstharzen behandelt wurde, um ein Verknittern und Einlaufen der Kleidung zu verhindern. In Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten können Formaldehyde Allergien auslösen.
  • Viele halogenorganische Verbindungen sind als Allergie auslösend bekannt. Bei manchen Herstellprozessen werden sie verwendet, um die Farben an die Fasern zu koppeln und verbleiben zu einem geringen – aber dennoch schädlichen – Teil in der Babykleidung.
  • Besonders häufig ist Babykleidung mit Weißmachern belastet. Diese Stoffe machen den „Weisser Riese“ – Effekt, indem sie Stoffe weißer aussehen lassen, als sie in Wirklichkeit sind. Problematisch ist, dass die optischen Aufheller nicht besonders fest an die Baumwollfasern binden und somit durch den Körperschweiß abgelöst werden und auf der Haut zu Allergien führen können.[4]
  • Nanosilber oder vergleichbare Nano Stoffe werden bereits heute in vielen Textilien eingesetzt, zum Beispiel in Socken um die Geruchsbelastung zu verringern. Nanopartikel können aufgrund ihrer Winzigkeit eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit darstellen, zum Beispiel indem sie sich in der Umwelt anreichern und in die Nahrungskette gelangen. Auch könnte die Verwendung von antibakteriellen Chemikalien in Textilien zu weiteren Antibiotika Resistenzen der Menschen führen wie die Schwedische Chemikalienagentur befürchtet.[5]
Und nun????
Hey, ihr da oben!!!! Bitte hinhören:
Wir wollen den Mist nicht mehr! TUT WAS!