Der Blog zu Fairer Mode, Green Fashion & den Schattenseiten der Textilindustrie

Blog: Faire Mode, Green Fashion & Schattenseiten der Textilindustrie


Nachhaltigkeit & Mode: Unsere Werte

Heute stelle ich Euch die Prinzipien und Ziele vor, nach denen wir bei Fairkleidet arbeiten und leben. Das ist sozusagen das Sprungbrett von dem aus wir ins Wasser springen!

Fairkleidet basiert auf den Werten:

  • Solidarität
  • Soziale & ökologische Verantwortung
  • Nachhaltigkeit & Bewusstsein
  • Ethik in der Wirtschaft
  • Rhythmus als Prinzip

Aus allen diesen Punkten ergeben sich handfeste Maximen, nach denen wir arbeiten. Was das konkret heisst, erfahrt Ihr heute schon auf www.fairkleidet.com oder demnächst hier im Blog!

Herzliche Grüße!

Eure Elke

 


Neueröffnung: Fairkleidet – Dein Green Fashion Online Shop ist da

Endlich ist es soweit! Der Online-Shop von Fairkleidet ist eröffnet!! Hierzu möchte ich Dich ganz herzlich einladen einmal reinzuklicken und Dir all die schönen Dinge anzusehen, die es dort schon gibt! It’s lovely!

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Das Angebot im Shop von Fairkleidet – Dein Green Fashion Online Shop ist zu 100% bio, fair und nachhaltig!

 

 

 

 

 

Es ist mir eine Herzensangelenheit Menschen dazu zu motivieren, ihren Konsum zu überdenken und sie dabei zu unterstützen, nachhaltiger in ihrem Lebensstil zu werden. Es ist gar nicht so schwer manche Dinge im Einkauf auf Nachhaltigkeit umzustellen. Und es gibt wirklich wunderbare Produkte. Im Fairkleidet.com Newsletter, den Du hier abonnieren kannst, findest Du spannende Infos über ökofaire Produkte und günstige Angebote. Über mein Interesse an den Fragen der Produktionsbedingungen von herkömmlichen Textilien bin ich ja zur ökofairen Mode gekommen und ich war und bin immer noch total fasziniert von all den schönen Dingen und der Ästhetik der Bio-Spielzeuge, fairen Kleider und ökologischen Heimtextilien! Das Sortiment wächst stetig.

Ich hoffe, ich kann Euch zu diesem Thema weiterhin mit spannenden Hintergründen und Infos aus der Welt der ökofairen Textilien versorgen. Zugleich werde ich hier auf dem Blog wie gewohnt Position beziehen, rund um Fragen, die mit unserem alltäglichen Konsum zusammenhängen.

Sicherlich habt ihr schon bemerkt, dass der Blog nun nicht mehr wie gewohnt unter Fairkleidet.com läuft, sondern man erst noch einen Klick weiter gehen muss, indem man  in die Kategorie „Blog“ klickt!

Zuguterletzt: Neben dem Blog, der das traditonelle Herzstück von Fairkleidet ist, poste ich Neuigkeiten aus der Welt der ökofairen Mode und Inhalte auf Instagram, Facebook und Twitter. Nicht immer werden alle Kanäle mit den gleichen Infos bestückt. Es lohnt sich also auf allen Plattformen, die Du nutzt, Fairkleidet zu abonnieren!

Herzliche Grüße sendet

Eure Elke

 


Ein Elefant passt nicht in den Kleiderschrank, oder? Über Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und und Mode

Wusstest Du, dass…

allein die Verlängerung der Lebensdauer von einem auf zwei Jahre die CO2 Emissionen unserer Kleidung um 24 Prozent reduzieren würde?

Jedes Kleidungsstück, das Du besitzt, verursacht bei seiner Produktion einen ökologischen Rucksack. Dieser besteht aus allen Ressourcen, die benötigt werden, um es zu produzieren: Faser-Rohstoffe und alles, was eingesetzt wird, um diese Rohstoffe zu erzeugen. Baumwolle braucht  beim  Anbau zum Beispiel Land und Wasser,  Polyester bei der Erzeugung beispielsweise Erdöl. Natürlich braucht man auch Energie. In den nächsten Schritten der Ernte und Weiterverarbeitung wird wieder Energie verwendet und jede Menge weitere Dinge Farben, damit es bunt wird zum Beispiel. Diese Liste ist beliebig lang und beliebig unterschiedlich, je nachdem, wie das Kleidungsstück beschaffen ist oder auch ob man ein ökologisch erzeugtes Kleidungsstück in Händen hält oder ein konventionell hergestelltes.

Berechnungen ergeben, dass man für ein Baumwoll T-Shirt je nach Webdichte, Herstellungsart und Größe zwischen 5-9 Kilogramm CO2 braucht. Dabei „wiegen“ vor allem die eingesetzten Dünger und Pestizide kräftig mit. Einen großen Anteil macht mit 2700 Litern auch das Wasser aus, das für die Erzeugung und Waschung der Baumwolle benötigt wird. Kluge Köpfe vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie haben einmal alle Ressourcen einberechnet, die für Rohstoffe und Aufwand für die Erzeugung eines T-Shirts notwendig wären und sind auf eine unglaublich beachtliche Zahl gekommen:

5 Tonnen für ein einziges T-Shirt! 5 Tonnen – so viel wiegt ein ausgewachsener Elefant!

Krass, oder! Ein T-Shirt! Ein Elefant!

Aber ein Elefant passt gar nicht in meinem Kleiderschrank!!?

Der Naturverbrauch, der mit der textilen Produktion einhergeht ist also, nun ja, sagen wir mal deutlich zu groß! Das Prinzip Fast Fashion, das auf einem intensiven Konsum und einer kleinen wirtschaftlichen Gewinnspanne pro Kleidungsstück beruht, verursacht eine intensive Überanspruchung unserer Natur. Weil wir aber nicht mehrere Erden zur Verfügung haben, ist es wichtig die Ressourcenproduktivität in der industriellen Produktion massiv zu erhöhen. Diese Erkenntnis wird seit den 1990er Jahren in der Nachhaltigkeitsdiskussion unter dem Konzept Faktor 10 diskutiert. Geprägt wurde es von dem Wissenschaftler Friedrich Schmidt-Bleek. Hierzu kann man viel nachlesen und weiterdenken. Und natürlich müssen solche Konzepte auch umgesetzt werden. Sie erfodern viel von uns allen, wenn wir in Zukunft nachhaltiger leben wollen (oder müssen!).

Und was kannst Du schon heute tun?fact1

Wenn Du Deine Kleidung länger trägst, ist das gut für die Umwelt! Weil sich dann natürlich der eingesetzte Ressourceneinsatz prozentual gesehen reduziert.

Also: Liebe Deine Kleidung!
Eure Elke

 

Quellen:

Steinlein, Christina: Wir Klimaschweine. Focus Online Artikel vom 08.12.2009, abgerufen am 24.04.2018. Online unter: https://www.focus.de/wissen/klima/klimapolitik/tid-16518/nachhaltigkeit-kleidung_aid_461058.html

Carbon Trust (2011), Clothing – International Carbon Flows (CTC793). Online unter https://www.carbontrust.com/media/38358/ctc793-international-carbon-flows-clothing.pdf, abgerufen am 24.04.2018.

Lexikon der Nachhaltigkeit: Ökologischer Rucksack. Online unter:  https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/schmidt_bleek_mips_konzept_971.htm, abgerufen am 24.04.2018.

Schmidt-Bleek, Friedrich: Wieviel Umwelt braucht der Mensch? Faktor 10 – das Maß für ökologisches Wirtschaften. dtv, München 1997.

Greenpeace: Konsumkollaps durch Fast Fashion. Online unter: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/s01951_greenpeace_report_konsumkollaps_fast_fashion.pdf, abgerufen am 24.04.2018.

 


Auf hoher See – Bericht zum 2. Netzwerktreffen Nachhaltiger Konsum

Um es gleich vorab zu sagen: Bei dem Netzwerktreffen wurde viel diskutiert, ich habe spannende Leute kennengelernt und erfahren, dass zu Berliner Buffets im Landwirtschaftsministerium mittlerweile Pappschachteln bereit gestellt werden, um die Reste mit nach Hause zu nehmen. Klar wurde mir aber auch: Wir sind noch weit von den Leuchttürmen für nachhaltigen Konsum entfernt.

Um im Bilde zu bleiben: Wir befinden uns noch mitten auf hoher See.

 

Am 12.12. 2017 trafen sich im Bundeslandwirtschaftministerium in Berlin zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Ministerien, Firmen und interessierte Bürgerinnen und Bürger, um über die Weiterentwicklung des nachhaltigen Konsums in Deutschland zu diskutieren. Fairkleidet war wie versprochen dabei und ich möchte Euch einen kurzen Bericht zu meinen persönlichen Eindrücken des Treffens geben.

Zur Info: Das Nationale Programm für nachhaltigen Konsum wurde von der Bundesregierung initiiert, um die Konsummuster so zu verändern, dass sie in einer begrenzten Welt an unsere ökologischen und ökonomischen Grenzen angepasst sind.

Was wird bisher unter Nachhaltigem Konsum verstanden?

Konsum ist dann nachhaltig, „wenn er zur Bedürfnisbefriedigung aller heute lebenden Menschen führt und die Bedürfnisbefriedigungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen nicht gefährdet“ (Hansen/Schrader 2001, 22). Sprich: es ist eine wichtige intergenerationelle Sache: Wir sollten alle nicht über unsere (ökologischen und wirtschaftlichen) Verhältnisse leben. Die Konsumfreiheit soll aber nicht eingeschränkt werden, so die gängige Meinung. Natürlich spielt auch die Frage nach einer „Kultur des Genug“ eine wichtige Rolle. Der Konsument wägt auch soziale und ökologische Fragen ab und strebt nicht immer nur nach „Mehr“. Über die individuellen Fragen des Konsum hinaus steht aber auch eine wichtige Frage im Zentrum, die noch viel, viel stärker betrachtet werden muss, nämlich die Tatsache, dass zur Verwirklichung nachhaltigen Konsums „auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen [gehören, E.J.], die es den Menschen ermöglichen, diesem Bewusstsein gemäß zu handeln“ (UBA 2001, 76).

Vom Leitbild in die Praxis

Bis jetzt ist das Konzept des nachhaltigen Konsums fast nur ein Leitbild, dass sich aus den Nachhaltigkeitsdiskussionen seit der Rio-Deklaration 1992 entwickelt hat. Um dieses Leitbild auszugestalten und in die Praxis zu führen, gibt es also nun den Prozess um das Nationale Programm für nachhaltigen Konsum.

Es ist sehr erfreulich, dass sich bisher drei Bundesministerien in der Umsetzung und in der Prozessgestaltung dieses Programms einbringen (Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Justiz). Interministerielle Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturen und Zielen ist sicherlich nicht einfach und  verlangt den unterschiedlichen Akeuren sicherlich einiges ab.

Das Programm selbst umfasst sechs Bedürfnisfelder:

  • Bekleidung
  • Mobilität
  • Ernährung
  • Wohnen & Haushalt
  • Arbeiten & Büro
  • Freizeit & Tourismus

In diesen einzelnen Sektoren existieren schon einige Ansätze, dass wir als Verbraucherinnen und Verbraucher heute schon die Möglichkeit haben, nachhaltig zu konsumieren. Es gibt diverse Nachhaltigkeitssiegel, die Orientierung ermöglichen und viele, viele Initiativen und Massnahmen. Aber insgesamt ist der Anteil von nachhaltigem Konsum am Konsum aller Bürgerinnen und Bürger noch recht gering.

Und nun?

Konkretes gibt es noch nicht viel, so war mein Eindruck des Treffens. Viele der Diskussionen empfand ich als nicht zielführend, sie waren zu wenig zugespitzt und prozess- statt ergebnisorientiert. Vielleicht hat diese Unverbindlichkeit des Treffens damit zu tun, dass es noch keine Regierung im Dezember gab oder einfach aber auch, dass der Prozess der politischen Programmgestaltung noch arg am Anfang ist. Es war ja auch erst das 2. Netzwerktreffen und vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen.

Immerhin: Die politische Absicht all diese Bedürfnisfelder aktiver zu gestalten, so dass es zukünftig mehr nachhaltigen Konsum gibt, ist vorhanden. Auch in der neuen Bundesregierung, so steht es zumindest im Entwurf des Koalitionsvertrages von CDU,CSU und SPD auf Seite 137 (CDU/CSU, SPD 2018, 137). Es sind gute Absichten, die aber noch einen sehr langen politischen Weg gehen müssen, um in die Praxis zu münden.

Es muss ja klar sein, dass mit einer Konsumtransformation auch eine Transformation der Wirtschaft einhergeht. Angebot und Nachfrageseite müssen gestärkt werden, hierzu sollte aber auch das Bundesministerium für Wirtschaft in den Prozess eingebunden werden, damit die Massnahmen des Programms auch in diesen Feldern unseres politischen Systems durchgreifen können. Ich glaube viele Unternehmen haben erkannt, dass sie nicht in die Zeit der Maßlosigkeit zurückkehren können. Je eher sie verstehen, dass die Zukunft im Konsum nur nachhaltig geht, desto eher erkennen sie Marktchanchen und müssen sie nicht wieder verschlafen.

 

 

Literatur:

CDU/CSU, SPD (2018): Ein neuer Aufbruch für Europa. Eine neue Dynamik für Deutschland. Ein neuer Zusammenhalt für unser Land, Entwurf des Koaltionsvertrages vom 7. Februar 2018, abgerufen unter http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/koalitionsvertrag-zum-download-koalitionsvertrag-zum-download/20936422.html, am 8.3.2018.

 

Ulf Schrader/Ursula Hansen, Nachhaltiger Konsum, in: UmweltWirtschaftsForum (UWF), 10 (2002) 4, S. 12 – 17.

Umweltbundesamt, Aktiv für die Zukunft – Wege zum nachhaltigen Konsum. Tutzinger Erklärung, Berlin 2001.

 

 

 


Ein Geheimnis, das keines mehr ist!

Hallo Ihr Lieben,

auf Instagram verrate ich Euch heute ein Geheimnis, das nun keines mehr ist!!!

Ich habe mich ja schon lange damit herumgetragen und nun soll es endlich passieren:
FAIRKLEIDET DARF WACHSEN!!!

Ich hoffe, Ihr bleibt mir treu!

Für mich ist nachhaltiger Konsum nicht die Lösung allen Übels, das wissen ja die meisten von Euch aus meinen Texten. Aus meiner Sicht müssen wir die Spielregeln ändern und dies kann nicht allein auf den Schultern von Verbraucherinnen und Verbrauchern lasten. Aber wir alle brauchen nunmal leider Dinge zum Leben (wenn auch nicht so viele, wie uns immer alle einzureden versuchen!)

Ich wünsche mir, dass ich hier weiterhin klare Worte finden kann, meine persönliche Meinung bloggen darf und ich Euch über die Dinge, die Fairkleidet und ich erleben, auf dem Laufenden halten kann. Und, dass ich weiterhin politisch arbeiten kann (wenn auch ohne Finanzierung…)!

Mitte Dezember fahre ich z.B. wieder nach Berlin zum 2. Netzwerktreffen Nachhaltiger Konsum, wo Fairkleidet schon seit März 2017 engagiert ist. Ich möchte dort unser aller Interessen einbringen, wenn die zuständigen Institutionen des Bundes und LobbyistInnen von allen Seiten Strategien für die Föderung Nachhaltigen Konsums diskutiert. Wer mehr wissen will findet hier Infos!

What a day! Geniesst ihn, lasst es nicht auf Euch regnen (und wenn dann ignoriert es!)

LG und Love your clothes!

Eure Elke


Wie aus Brennesseln Textilien werden, wie Glyphosat wirkt und FAIRKLEIDET ist nun bei Instagram!

Eines Tages werde ich soviel Zeit haben, dass ich jeden Tag berichten kann: über Mode, spannende neue bzw. vergessene textile Rohstoffe, über die FAIR Trade Night 2017 in Köln, wo ich einen Stand mit ökofairen Dingen hatte. Über Unkrautvernichtungsmittel und Konzernzusammenschlüsse, über die Freude an Social Media und die Notwendigkeit und Zweischneidigkeit nachhaltigen Konsums.

Aber bis es soweit ist, schicke ich Euch die Kurzversion von all den Gedanken über die Twitter links. Also:

Klicken, lesen, selbst ein Urteil bilden!

Der Beitrag über die Brennesseln ist faszinierend! Ich will auch in den Wald und Regen statt Autos hören! Kommt einer mit?

Ich zieh schon mal die Schuhe an zum rausgehen und sag Euch:

Love your Clothes! Eure Elke