Der Blog zu Fairer Mode, Green Fashion & den Schattenseiten der Textilindustrie

Blog: Faire Mode, Green Fashion & Schattenseiten der Textilindustrie


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Wow: Eco Fashion Week in Vancouver! und Pfui: Doku-Film „RiverBlue“ über den wahren Preis der Mode

Auf, auf zur Eco Fashion Week in Vancouver, dem nach eigenen Angaben weltweit größten Event über Sustainable Fashion. Ansehnlich sind die gezeigten Labels und Designs auf jeden Fall! Wer also auf der Suche nach inspirierenden Ansichten zum Thema Grüne Mode ist, ist hier genau richtig. Man muss ja nicht gleich hinfligen, sondern kann auch mal vorbei surfen… Green Fashion bedeutet ja, dass wir uns alle auf die Suche nach mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen und Menschen in der Mode-Industrie machen.

Einen wichtigen Beitrag hierzu könnte der brandneue Dokumentar-Film RiverBlue leisten. Er zeigt wie barbarisch wir derzeit mit unseren Ressourcen und den Menschen umgehen, die Kleider nähen, Leder gerben und an Flüssen in Regionen leben, in denen Textilien hergestellt werden.

Ich werde mal hören, wann er nach Europa kommen soll.

So long, love your clothes and respect your nature!
Eure Elke


Fair und engagiert in Köln, Bonn, Münster und Linz!

Ich freu mich voll, dass es so viele engagierte Menschen in Sachen Green Fashion gibt! In der letzten Woche haben sich viele ehrenamtliche und hauptamtliche AktivistInnen und Aktivisten, Interessierte und Menschen, die vom Verkauf fairer Produkte leben, auf den Weg gemacht.

Sie wollten uns allen zeigen, dass es lecker und sexy sein kann gut und gerecht zu konsumieren.

In Köln fanden etwa 500 Menschen den Weg zur „Fair Trade Night“ (Ich war leider nur mit dem Herzen dort, weil anderweitig aktiv…)

In Bonn machte Aktivistin Gisela Burckhardt von Femnet im Rahmen der Fairen Woche auf dem Münsterplatz auf die miserablen Produktionsbedingungen in der konventionellen Textilindustrie aufmerksam und betonte, dass es wichtig ist, dass faire Bekleidung raus aus der Nische kommt und wir alle selbst aktiv werden müssen.

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Auch in Münster gabs eine Modenschau im Rahmen der Fairen Woche. Jessica Reyes Rodriguez aus Emsdetten stellte aktuelles aus ihrem Label „Queen and Princess“ vor (haben will!)

 

Und in Linz gabs gleich ne ganze Fabrik voll ökofairer Dinge. Wow!

Also, ich freu mich, dass sich Dinge bewegen und stelle wieder mal fest, dass es vielleicht doch super ist, wenn man sich klonen könnte 😉

So long! Love your Clothes! Eure Elke

 

 

Fotos: http://www.queenandprincess.de/


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Zwei Jahre ohne Fairkleidet?!

Wow, wie rasant die Zeit vergeht! Zwei Jahre ohne Fairkleidet? Zwei ganze Jahre? Unfassbar, was ich gemacht hab? Ich war auf der Insel…

In diesem Sinne, Euch allen erstmal ein „Welcome back“ und genießt den Sommer. Ich werde versuchen, Euch regelmäßig hier in meinem Blog die interessanten News zum Thema ökofaire Mode zu posten.

Und los geht’s:

Vieles steht grad natürlich ganz im Zeichen der Fashion Week in Berlin:

Berliner Zeitung: Fashion Week Greenshowroom-Gründern Magdalena Schaffrin im Interview

„Berlin ist nicht Paris – diese Erkenntnis begleitet die Fashion Week als Dauer-Litanei. Berlin ist allerdings auch etwas, was Paris nicht ist: nämlich internationale Plattform in puncto grüne Mode. Diese Bühne hat Magdalena Schaffrin, ursprünglich selbst Modedesignerin, der Stadt geschaffen. Sie hat den Greenshowroom gegründet und ist Creative Director der Ethical Fashion Show.

Eins mal vorweggenommen: Wie  soll man das Ganze eigentlich am besten nennen – grüne Mode, faire Mode, Eco-Mode, Slow Fashion?

Wenn ich von fairer Mode rede, meine ich auch immer die ökologisch und sozialverträgliche Mode. Wenn ich von grüner Mode spreche, sind die Sozialaspekte natürlich auch dabei. Ich möchte dazu übergehen, von qualitätsvoller Mode zu sprechen. Denn ökologische und soziale Aspekte sind ein Teil des Qualitätsbegriffs. Ein qualitätvolles Produkt kann nun mal einfach nicht von Kinderhand hergestellt oder mit Giftstoffen versehen sein.“

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Bayern3: Ein Interview mit Fair-Fashion-Expertin Mimi Sewalski

„Wer Wert auf ökologische und fair produzierte Kleidung legt und dabei noch gut aussehen will, hatte lange ein Problem. Zum Glück gibt’s heute stylische Modelabels, denen Mensch und Umwelt am Herzen liegen. Fair-Fashion-Expertin Mimi Sewalski kennt die echten Alternativen: faire Mode, die nicht nach Kartoffelsack und Staubschicht aussieht.“

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evangelisch.de: TransFair gewinnt Partner für nachhaltige Textilproduktion

„Der Verein „TransFair Deutschland“ hat erste Textilfirmen für eine Zusammenarbeit zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen gewonnen. Einige westliche Unternehmen beteiligten sich am sogenannten Textilstandard für die gesamte Lieferkette, teilte der Verein am Dienstag in Berlin mit.“

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Bleibt zu hoffen, dass die Shirts dann nicht im Discounter mit Transfair-Siegel verramscht werden, so wie bei manchen Lebensmitteln mit dem Siegel…, dass ist dann nämlich auch unfair gegenüber den hiesigen Bio-Einzelhändler.

So long! Bis bald! Morgen, vielleicht?!

 

 

 


Ist billig einkaufen unethisch?

In einem kleinen Artikel zieht die FAZ in ihrem Wirtschaftsteil den „westlichen Wohlstandsbürger“ durch den Kakao, der es unethisch findet, Billigklamotten zu kaufen.

Nach dem verheerenden Großbrand in einer Textilfabrik in Dhaka analysiert die FAZ,

  1. auch teure Markenprodukte bieten keinen Schutz gegen Ausbeutung,
  2. der boomende Textilmarkt in Bangladesch ist für das bitterarme Land doch wichtig und
  3. erst dadurch sind bestimmte Geschäftsmodelle westlicher Großunternehmen (H&M etc.) erst möglich.

Da ist der Herr Journlist aber zu kurz gesprungen!!! Denn NATÜRLICH ist es wichtig, dies alles unter ethischen Gesichtspunkten zu betrachten! Und das hat auch nicht mit einem zu einfachen Weltbild zu tun, wie er es unverschämter Weise dem „Wohlstandsbürger“ unterstellt.

  1. Unethisch ist es, billig zu kaufen, wenn man es nur aus Vergnügen am eigenen Geiz tut und weiß, was in der Textilkette an Verletzungen im Bereich Menschenrechte & Sozialstandards abgeht!
  2. Unethisch handeln Großunternehmen, wenn sie ihre Lieferkette nicht wasserdicht machen (bei Qualitätsstandards schaffen sie es ja auch, genauer hinzusehen)!
  3. Unethisch ist ein Wirtschaftsystem, dass Geschäftsmodelle, die auf Ausbeutung basieren, zulässt!

Lasst Euch also von der FAZ nicht in die Deppenecke stellen!

Der Boom in Bangladesch geht auf knochenharte Arbeit von Näherinnen zurück, die für einen Hungerlohn arbeiten. Da kauf ich doch lieber 1 GOTS (Global organic textile standard) zertifiziertes T-Shirt, statt 2-3 Billigdinger, die nach dem ersten Waschen aussehen wie Mangold, weil die Chemie rausgewaschen ist, die man draufmacht, damit die Dinger im Laden gut aussehen!


Was gibt’s hier zu sehen?

In dieser Kategorie gehts um das Schöne und das Richtige! Hm, was das? fragt Ihr Euch vielleicht und ganz zu Recht. Hier möchte ich über meine Entdeckungsreise in das Land des fairen, grünen Schicks berichten und Euch gute und gesunde Modelables vorstellen.

Aber es geht hier auch darum, wie man die guten Sachen erkennt, welche Zertifikate gibt’s, was unterscheidet sie…

Demnächst mehr! Solange für Infos bitte hier rumtreiben.


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Und los geht’s

Tatatataaa, hier ist der erste Artikel in meinem Blog fairkleidet. Mein erster Blog-Artikel überhaupt und ich bin gespannt, ob es mir gelingt, diesen WordPress Bausatz in etwas ästhetisch und inhaltlich ansprechendes zu verwandeln.

Mit meinem Blog möchte ich auf ein Thema aufmerksam machen, das mir sehr wichtig ist.

Wie der Name schon sagt, geht es um Kleidung – eine oberflächliche Nebensache, dachte ich bisher immer. Aber viele Artikel und Filme haben mir gezeigt, dass die Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie alles andere als eine „Saubere Sache“ sind.

Deshalb widme ich nun einen Teil meiner Zeit diesem Blog, in dem ich über gerecht produzierte, ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Kleidung und ihre Produktion berichten möchte. Ich hoffe, Ihr da draußen findet das Thema auch spannend und wichtig und lest, schaut und sprecht darüber…

Bis bald

Elke