Der Blog zu Fairer Mode, Green Fashion & den Schattenseiten der Textilindustrie

Blog: Faire Mode, Green Fashion & Schattenseiten der Textilindustrie


Schadstoffe in Textilien

Hallo, Hallo Ihr Lieben!

Wenn ich – wie nun im Herbst –  einen Pflaumenkuchen selbst backe, dann weiß ich was drin steckt!

Viel zu selten reicht meine Zeit zum backen, aber: Mein Bäcker hat eine tolle Liste, in der drin steht, was drin steckt! Und: Ich kann mich darauf verlassen, dass es Menschen gibt, die kontrollieren, dass er keine fiesen Sachen reinmacht, die eventuell schlecht für meine Gesundheit sind.

Und wie siehts bei meinen Shirts aus? Oder bei denen für kleine und große Menschen, die mir wichtig sind?

Is nicht so lecker, was da manchmal drin steckt.

Hier deshalb nun eine Beitrag über „Zutaten“ von Klamotten, den ich schon vor langer Zeit geschrieben habe und Euch nicht vorenthalten will. Auch wenn er ein bisschen heißer formuliert sein dürfte… aber Kinder, Kinder, wenn ich immer soooooo viel Zeit hätte…..

Und ich weiß, das macht keinen Spaß zu lesen. Wenn Du was anschauen willst, was Hoffnung macht, dann schau mal hier http://foodsharing.de/

Informationen zur Schadstoffbelastung von Textilien

Einsatz von Pestiziden: Die Schadstoffe, die sich in Textilien wiederfinden reichen von Flammschutzmitteln über Biozide und Formaldehyde bis hin zu Schwermetallen und Pestizidrückständen. Die Baumwollproduktion zählt zu den pestizidintensivsten Produktionsweisen weltweit. Mehr als 25% der eingesetzten Insektizide und 12% der Herbizide werden, nach Angaben der Organic Consumers Association im Baumwollanbau verwendet (http://www.organicconsumers.org/). Einige der verwendeten Chemikalien sind extrem giftig, ein Tropfen des Nervenmittels Aldicarb kann tödlich wirken. Es ist das zweithäufigste verwendete Pestizid im Baumwollanbau, stellt die Umweltstiftung Environmental Justice Foundation fest.[1] Die Menge Baumwolle, die in einem T-Shirt steckt verschlingt allein 150 Gramm Gift. Jährlich sterben 20.000 Menschen, die im Baumwollanbau tätig sind.[2] In den Produktionsländern kommt es durch den Einsatz zur Verschmutzung von Böden und Trinkwasser: Missbildungen und eine hohe Kindersterblichkeit sind die Folgen für die Menschen.[3]

Eine besonders große Gefahr für den Träger der Kleidung geht von umwelt- und gesundheitsschädlichen Farbstoffen und chemischen Weichmachern aus. Dabei ist gerade Babyhaut, die dünn und noch sehr empfindliche ist, Giftstoffen weitgehend schutzlos ausgeliefert, da die entsprechenden Abwehrstoffe noch nicht gebildet wurden. Allergische Reaktionen sind die häufigste, nicht aber bedenklichste Folge solcher Schadstoffe in Kleidung. Manche sind krebserregend, stören das Hormon- oder Immunsystem. Im Folgenden werden einige problematische Stoffe näher vorgestellt: Chemische Weichmacher sind Chemikalien, die Kunststoffen wie etwa PVC zugesetzt werden. Einer der bekanntesten und gleichzeitig bedenklichsten Weichmacher ist DEHP (Diethylhexylphthalat, kurz Phthalat). Obwohl Phthalate erwiesenermaßen fruchtschädigend und fruchtbarkeitsschädigend sind, sind sie in der EU nur teilweise gesetzlich verboten. Weichmacher kommen in Kinderbekleidung etwa in Schuhsohlen, Laufsöckchen oder auch in gummierten Applikationen auf Bodies und Stramplern vor. In Regenkleidung werden diese Stoffe oft ebenfalls eingesetzt.

Einige Farbstoffe, die auch heutzutage noch im Einsatz sind, können gesundheitsbewussten Eltern die Freude an den hübschen Farben von Baby- und Kinderkleidung verleiden, wie auch die Zeitschrift Öko-Test immer wieder feststellt. Babykleidung, die getestet wurde, hatte dabei nicht nur einen Schadstoffgehalt, der als gesundheitlich problematisch anzusehen war, sondern schlicht gegen die geltende Gesetzgebung verstieß.

Besonders problematisch sind die so genannten Dispersionsfarben, die beim Kontakt Allergien auslösen können. Seit 1996 sind die besonders problematischen Azofarben in Deutschland verboten, aber durch „Grauimporte“ (illegale oder unkontrollierte Importe) sind sie immer noch auf dem Markt zu finden Azofarben sind synthetische Farbstoffe, die sehr billig brillante Farben erzeugen. Gelangen Azofarben – zum Beispiel über die Haut – in den Körper, können sie giftige oder Krebs erregende aromatische Amine, Benzidin oder 2-Naphthylamin, freisetzen. Eine einfache Möglichkeit, diese schädlichen Farbstoffe nachzuweisen, ist jedoch leider nicht verfügbar. Wenngleich jüngere Testeinkäufe von Verbraucherschutzorganisationen in der Regel keine Babykleidung (Kinderkleidung wird allerdings öfter schon mal zurückgerufen, weil sie mit Azofarben belastet ist..) offenbaren, die mit den giftigen und verbotenen Azofarben behandelt wurden, sind andere Schadstoffe sehr wohl des Öfteren anzutreffen.

  • In manchen Stramplern wurde eine zinnorganische Verbindung (Tributylzinn) nachgewiesen. Diese Substanzen können schon in kleinsten Konzentrationen das Hormon- und Immunsystem des menschlichen Körpers schädigen und werden über die Haut aufgenommen.
  • In anderen Artikeln wurden phosphororganische Verbindungen gefunden – ein Stoff, der in größeren Mengen als Flammschutzmittel eingesetzt wird, auch in deutlich geringeren Konzentrationen aber ein Nervengift darstellt.
  • Nach wie vor – wenn auch recht selten – wurden Formaldehyde in Babykleidung identifiziert. Formaldehyde weisen darauf hin, dass das Baumwollmaterial mit Kunstharzen behandelt wurde, um ein Verknittern und Einlaufen der Kleidung zu verhindern. In Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten können Formaldehyde Allergien auslösen.
  • Viele halogenorganische Verbindungen sind als Allergie auslösend bekannt. Bei manchen Herstellprozessen werden sie verwendet, um die Farben an die Fasern zu koppeln und verbleiben zu einem geringen – aber dennoch schädlichen – Teil in der Babykleidung.
  • Besonders häufig ist Babykleidung mit Weißmachern belastet. Diese Stoffe machen den „Weisser Riese“ – Effekt, indem sie Stoffe weißer aussehen lassen, als sie in Wirklichkeit sind. Problematisch ist, dass die optischen Aufheller nicht besonders fest an die Baumwollfasern binden und somit durch den Körperschweiß abgelöst werden und auf der Haut zu Allergien führen können.[4]
  • Nanosilber oder vergleichbare Nano Stoffe werden bereits heute in vielen Textilien eingesetzt, zum Beispiel in Socken um die Geruchsbelastung zu verringern. Nanopartikel können aufgrund ihrer Winzigkeit eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit darstellen, zum Beispiel indem sie sich in der Umwelt anreichern und in die Nahrungskette gelangen. Auch könnte die Verwendung von antibakteriellen Chemikalien in Textilien zu weiteren Antibiotika Resistenzen der Menschen führen wie die Schwedische Chemikalienagentur befürchtet.[5]
Und nun????
Hey, ihr da oben!!!! Bitte hinhören:
Wir wollen den Mist nicht mehr! TUT WAS!